Basische Lebensmittel und der Säure-Basen
Haushalt. Ein Thema, dass immer wieder auftaucht, wenn es um
Beschwerden wie beispielsweise chronische Müdigkeit, Energielosigkeit,
Osteoporose oder Kopfschmerzen geht. Durch Bewegungsmangel, Stress und
vor allem durch falsche Ernährung kann sich die Säurebelastung in
unserem Körper erhöhen und dies kann uns stark zu schaffen machen. Hier
erfahren Sie, welchen Einfluss basische Lebensmittel auf unseren
Säure-Basen-Haushalt haben.
Geht es um den Säure-Basen-Haushalt können wir unsere Nahrungsmittel in drei Gruppen einteilen; in neutrale, säurebildende und basische Lebensmittel. Neutrale haben keinen grossen Einfluss auf unser Säure-Basen-Gleichgewicht. Wobei die säurebildenden Nahrungsmittel das Gleichgewicht eher auf die Säure-Seite und basische Lebensmittel eher auf die basische Seite bringen.
Im Generellen lassen sich Nahrungsmittel-Gruppen wie folgt einteilen:
Basenbildende Nahrungsmittel
- Früchte und Gemüsesorten
- Kartoffeln und Kürbisse
- Blattsalate
- gekeimte Samen
Neutrale oder fast neutrale Nahrungsmittel
- Olivenöl
- Tafelwasser
- Kräutertee (ungesüsst)
- Honig
Säurebildende Nahrungsmittel
- Fleisch / Geflügel
- Fisch
- Eier
- Getreide / Hülsenfrüchte
- Milchprodukte
Um die Auswirkung einzelner Nahrungsmittel auf den Säure-Basen-Haushalt abschätzen zu können, wurde der sogenannte PRAL-Wert entwickelt (PRAL = Potential Renal Acid Load).
Der Zahlenwert gibt an ob das jeweilige Nahrungsmittel:
- einen basischen (negatives Vorzeichen)
- einen säuernden (positives Vorzeichen bzw. kein Vorzeichen)
- oder einen neutralen Effekt auf den Säure-Basen-Haushalt hat
Säurebildendes oder basisches Lebensmittel? PRAL-Wert ermitteln: So geht's
Suchen Sie nach einem Nahrungsmittel oder wählen Sie eins aus der Liste aus, dann gibt Ihnen die Grafik Auskunft über den PRAL-Wert.
- Aal geräuchert
- Amaranth (Samen)
- Ananas
- Apfelessig
- Apfelsaft, ungesüsst
- Aprikosen
- Bananen
- Basilikum
- Bier, Pilsener Art
- Bier, dunkel
- Bier, hell
- Bierschinken
- Birnen
- Bitterschokolade
- Blumenkohl
- Bohnen, grün
- Broccoli
- Buchweizen (ganzes Korn)
- Butter
- Butterkäse (50% Fett i. Tr.)
- Buttermilch
- Camembert
- Cervelatwurst
- Cheddar, reduzierter Fettgehalt
- Chicorée
- Cola
- Corned beef, in Dosen
- Cornflakes
- Dinkel (Grünkern Vollkorn)
- Edamer
- Eiernudeln
- Eigelb
- Eis, Fruchteis, gemischt
- Eis, Milcheis, Vanille
- Eisbergsalat
- Eiweiss
- Emmentaler (45% Fett i. Tr.)
- Ente
- Erbsen
- Erdbeeren
- Erdnüsse, unbehandelt
- Espresso, Aufguss
- Essiggurken
- Feigen, getrocknet
- Feldsalat
- Fenchel
- Fleischwurst
- Forelle, gedämpft
- Frankfurter
- Frischkäse
- Fruchtjoghurt aus Vollmilch
- Früchtetee, Aufguss
- Frühstücksfleisch, in Dosen
- Gans (reines Muskelfleisch)
- Garnele
- Gemüsesaft (Tomate, Rote-Rübe, Möhre)
- Gerste (ganzes Korn)
- Gouda
- Grahambrot
- Grapefruit
- Grapefruitsaft, ungesüsst
- Grünkohl
- Grüntee, Aufguss
- Gurken
- Haferflocken (Vollkorn)
- Hartkäse, Durchschnitt von 4 Sorten
- Haselnüsse
- Heilbutt
- Hering
- Hirse (ganzes Korn)
- Honig
- Hühnerei
- Hühnerfleisch
- Hüttenkäse, Vollfettstufe
- Jagdwurst
- Kabeljaufillet
- Kaffee, Aufguss, 5 Minuten
- Kakao, herg. aus entrahmter Milch (3,5%)
- Kalbfleisch
- Kalbfleisch
- Kaninchen
- Karotten, junge
- Karpfen
- Kartoffeln
- Kefir
- Kirschen
- Kiwi
- Knoblauch
- Kohlrabi
- Kondensmilch
- Kopfsalat, Durchschnitt von 4 Sorten
- Krabben
- Kräutertee
- Kuhmilch 1,5%
- Lachs
- Lammfleisch (mager)
- Lauch (Porree)
- Leber (Kalb)
- Leber (Rind)
- Leber (Schwein)
- Leberwurst
- Linsen, grün und braun, getrocknet
- Mais (ganzes Korn)
- Makkaroni
- Mandeln
- Mango
- Margarine
- Marmelade
- Matjeshering
- Miesmuscheln
- Milchschokolade
- Mineralwasser mit Kohlensäure
- Molke
- Möhrensaft
- Naturjoghurt aus Vollmilch
- Nussnugatcreme
- Olivenöl
- Orangen
- Orangensaft, ungesüsst
- Paprikaschoten (rot)
- Parmesan
- Petersilie
- Pfirsiche
- Pilze (Pfifferling)
- Pistazien
- Pumpernickel
- Quark
- Radieschen
- Reis, geschält
- Reis, geschält, gekocht
- Reis, ungeschält
- Rindfleisch, mager
- Roggenbrot
- Roggenknäckebrot
- Roggenmehl (Typ 650)
- Roggenmischbrot
- Roggenvollkornmehl
- Rohrzucker braun
- Rosenkohl
- Rosinen
- Rotbarsch
- Rote-Rübe-Saft
- Rotwein
- Ruccola
- Rumpsteak, mager und fett
- Sahne, frisch, sauer
- Salami
- Sandkuchen
- Sardinen in Öl
- Sauerkraut
- Schellfisch
- Schmelzkäse, natur
- Schnittlauch
- Schwarze Johannisbeeren
- Schweinefleisch, mager
- Seezunge
- Sellerie
- Shrimps
- Sojabohnen
- Sojamilch
- Sonnenblumenöl
- Spargel
- Spinat
- Spätzle
- Tafelwasser
- Tee, Indisch, Aufguss
- Tofu (Sojabohne, gedämpft)
- Tomaten
- Tomatensaft
- Traubensaft
- Truthahnfleisch
- Vollkornbrot
- Vollkornspaghetti
- Vollmilch, pasteurisiert und sterilisiert
- Walnüsse
- Wassermelonen
- Weichkäse, Vollfettstufe
- Weinessig, Balsamico-Essig
- Weintrauben
- Weissbrot
- Weisswein, trocken
- Weizenbrot (Vollkorn)
- Weizenmehl (Typ 450)
- Weizenmischbrot
- Weizenvollkornmehl
- Wienerwürstchen
- Wildkaninchen
- Zander
- Zitronen
- Zitronensaft
- Zucchini
- Zucker, weiss
- Zwieback
- Zwiebeln
- Äpfel
Basenbildende
Nahrungsmittel
Säurebildende
Nahrungsmittel
Neutrale oder fast neutrale
Nahrungsmittel
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-25
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-20
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-10
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0
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10
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20
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25
Quelle: © 2004 Institut für Prävention und Ernährung, D-85737 Ismaning. Modifiziert nach Rerner T, Manz F (1995) und Rerner et al (2003)
Einige Punkte sind im Zusammenhang mit dem PRAL-Wert und basischen Lebensmitteln noch zu beachten:
- Was im Mund sauer schmeckt, muss nicht unbedingt auch einen sauren Einfluss auf den Säure-Basen-Haushalt haben. Wichtig ist die Verstoffwechselung des jeweiligen Nahrungsmittels in unserem Körper. So ist eine Zitrone beispielsweise basenbildend (PRAL Wert = -2.6)
- Wichtig ist auch, dass basenbildende Lebensmittel – wie Gemüse und Früchte – in der täglichen Ernährung bevorzugt oder mindestens bewusst eingebaut werden.
- Achten Sie zudem auf genügend tägliche Bewegung, Entspannung und auf eine ausgewogene Ernährung. Eine gute Leitplanke liefert hier die Lebensmittelpyramide der schweizerischen Gesellschaft für Ernährung.